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Nachrichtenübermittlung

Wer, wie, was, wieso, weshalb, warum...

Um den zentralen Aspekt der nonverbalen Kommunikation nachvollziehen zu können, ist es hilfreich, vorab die Nachricht an sich, sowie die verschiedenen Akteure, welche bei ihrer Übermittlung angesprochen werden, zu betrachten.

Die vier Seiten einer Nachricht

Abbildung: Die vier Seiten einer Nachricht

Wie zu erkennen ist, betrachten wir hier einen Sender, der einem Empfänger ( bei Massenkommunikation, mehreren Empfängern) eine Nachricht übermitteln möchte. Er steht in einer bestimmenden Beziehung zum Empfänger, wie der Chef zum Angestellten, die Mutter zum Kind, etc. Um beim Mutter-Kind Beispiel zu bleiben, möchte die Mutter als Sender beispielsweise einen Sachinhalt „es ist kalt draußen“ vermitteln, mit dem Appell, dass das Kind sich eine Jacke anzieht, so bringt dies die Selbstoffenbarung, dass sie eine fürsorgliche Mutter ist, mit sich.

Eine Nachricht hat also vier Seiten, die der Empfänger der alle aufnimmt, so dass man hier von den vier Ohren des Empfängers spricht.

Abbildung: Die vier Ohren des Empfängers

An dieser Stelle sticht die herausragende Bedeutung der nonverbalen Kommunikation besonders hervor, da deutlich zu erkennen ist, dass lediglich ein Ohr für den Sachverhalt zuständig ist und der Fokus des Empfängers auf der nonverbalen Kommunikation liegt.

Diese Tatsache birgt allerdings die Gefahr von Fehlinterpretationen, was ebenfalls bei der Betrachtung der Lasswell-Formel ersichtlich wird: „ Wer (Kommunikatorforschung) sagt was (Aussagenforschung) wie (Code) auf welchem Weg (Medienforschung) zu wem (Rezipientenforschung) mit welcher Wirkung (Wirkungsforschung)? Bei jeder dieser Etappen können Störungen auftreten.

Shannon und Weaver entwickelten dazu ein Kommunikationsmodell, ein technisches Modell der Nachrichtenübertragung.

Shannon und Weavers Kommunikationskette

Abbildung: technisches Modell der Nachrichtenübertragung
Shannon und Weavers Kommunikationskette (nachgebaut und ergänzt)

Den Anfang der Kommunikationskette bildet die Informationsquelle, welche im Erklärungsbeispiel ein Werbetreibender darstellt. Diese sendet nun eine Nachricht an den Sender, die Werbeagentur, welche diese Nachricht nun codiert und als Signal, also als Werbeclip, über einen bestimmten Kanal, dem Fernsehen, versendet. An dieser Stelle können nun Störungen, zum Beispiel in Form von Geräuschen, auftreten, so dass das empfangene Signal nicht unbedingt beim Empfänger, der Zielgruppe des Werbetreibenden, ankommt, so dass nicht unbedingt sichergestellt ist, dass mit der Nachrichtenübermittlung das Informationsziel, was in der Regel der Kauf oder die Bekanntheitssteigerung des Produkts ist, erreicht wird. Wir haben zusätzlich die Systemdeterminante, Code, eingefügt, da wir diesen semantischen Aspekt auch als wichtig ansehen, da bei der Denotation und der Konnotation der Sinnzusammenhang der Nachricht teilweise oder ganz verloren gehen kann.

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